Geschichte der FuRW / 1991 - 1999

Am 2. April 1991 war es dann endlich soweit, der Umzugstag war gekommen. An der alten Wache in der Chrysanderstraße wurden Kartons gepackt und in das neue Dienstgebäude am Sander Damm befördert.

Die letzten Einsätze wurden zwar noch in der Chrysanderstraße gestartet, die Einsatzfahrt endete dann aber bereits am Sander Damm. Mit dem Umzug ist die Neubaugeschichte aber noch nicht zu Ende.

 Es werden schnellstens Einladungen gefertigt und verschickt. Auf unseren Einladungen, sind sehr viele Gäste gefolgt, um am 11. April 1991 zusammen mit den Wachbesatzungen die Einweihung ihrer neuen Feuerwache zu feiern. Nach den obligatorischen Festreden haben die Gäste Gelegenheit, das Wachgebäude zu besichtigen.

Zum krönenden Abschluss der Baugeschichte wird am 12. Dezember 1991 der 25 Meter hohe Funkmast auf dem extra dafür verstärkten Übungs­turm montiert. Dieser soll die Kommunikation der Bergedorfer Feuer­wehren und der Polizei mit der übrigen Welt sicherstellen.

Fast zeitgleich mit dem Umzug an den Sander Damm erweitert sich auch das Wachrevier, da die Anfahrt zum Wohngebiet Mümmelmannsberg jetzt für die Bergedorfer wesentlich günstiger ist als für die Billstedter Kollegen. Mit dem zusätzlichen Wachrevier erhält die Bergedorfer Feuerwehr auch die in diesem Wohngebiet stationierte Rettungs­wagenstation - RTWF 26 -.

Die Feuer-und Rettungswache Bergedorf ist das z. Zt. Neueste und modernste Dienstgebäude der Feuerwehr Hamburg. Das beeindruckt auch die ersten zwei von insgesamt 120 Polnischen Feuerwehroffizieren. Die Kollegen aus Polen erhalten hier im dreiwöchigen Wechsel eine Ausbildung in technischer Hilfeleistung mit modernen Einsatzgeräten, da sie in ihrer Heimat bisher nur für den reinen Brandschutz ausgebildet waren.

Seit dem Umzug in das neue Wachgebäude sind nun schon ein paar Wochen vergangen. Deshalb ist es an der Zeit, sich den Nachbarn und allen interessierten Bergedorfern vorzustellen. Zu diesem Zweck wird von der Wachbesatzung für den 13. Juli 1991 zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

Im Februar 1992 ist die Zeit mal wieder reif für einen Fahrzeugwechsel. Zwei neue Rettungswagen sind angesagt, davon einer davon für die Rettungswagenstation Mümmelmannsberg.

Bereits im August 1994 gibt es für die Bergedorfer Kollegen wieder einen neuen Rettungswagen, dieses Mal in neuen Farben und mit einer neuen Trage, die die Arbeit der Retter erleichtern soll.

Im August 1995 erhält die Feuer-und Rettungswache Bergedorf ungewöhnlichen personellen Zuwachs. Die erste hauptberufliche Feuerwehrfrau in Hamburg tritt ihren Dienst an und sammelt in Bergedorf ihre ersten Einsatzerfahrungen als Zugführerin der 3. Wachabteilung.

Seit Inbetriebnahme der Feuer-und Rettungswache Bergedorf am Sander Damm im April 1991 wurde das Personal aufgrund der Erweiterung des Wachrevieres und der stetigen Zunahme der Bergedorfer Einwohnerzahl stetig erhöht, um die Sicherheit der Bergedorfer gewährleisten zu können. Da wegen der ständigen Erweiterung der Neubaugebiete auch ein stetiges Anwachsen der Einwohnerzahlen zu erwarten ist, stoßen erste Zeitungsmeldungen auch auf absolutes Unverständnis. Hier wird erstmals davon berichtet, dass die Hamburger Sparpläne auch vor dem Personalabbau in Bergedorf nicht halt machen. Die Sicherheit der Bürger soll aber nach Aussagen des Oberbranddirektors Dieter Farrenkopf trotzdem mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren gewährleistet werden.

Nach 15 Jahren Dienstzeit wird die Drehleiter der Feuer-und Rettungswache Bergedorf am 22. Januar 1996 durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Die neue Drehleiter der Firma Metz auf einem Mercedes-Fahrgestell wird elektronisch gesteuert und hat erstmals einen an der Leiterspitze festmontierten Rettungskorb. Hierdurch entfällt im Ernstfall die Montagezeit des Korbes wie bei den Vorgängermodellen und ist somit sofort einsatzbereit.

Der 21. Februar 1997 läutet wieder einmal eine neue Ära an der Feuer-und Rettungswache Bergedorf ein. An diesem Tag übergibt Oberbranddirektor Farrenkopf den Schlüssel eines Fahrzeuges der neuesten Generation an Wachführer Egon Pritzkow. Es handelt sich hierbei um Hamburger Löschfahrzeug (HLF), das aufgrund seiner Ausrüstung drei Fahrzeuge, nämlich das Tanklöschfahrzeug (TLF), das Löschfahrzeug (LF) und den Rüstwagen (RW), in sich vereinigt. In Bergedorf wird der Löschzug künftig also nur noch aus dem Einsatzleitwagen (ELW), der Drehleiter (DL) und dem HLF, einem sogenannten „personalreduzierten „ Löschzug, bestehen. Um die Sicherheit dennoch zu gewährleisten, sollen die im Bergedorfer Wachrevier ansässigen Freiwilligen Feuerwehren mehr in das Einsatzgeschehen eingebunden werden.

Mitte September 1999 wurde an der Feuer-und Rettungswache Bergedorf ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt. Es handelt sich hierbei um um einen Mercedes Kombi der C-Klasse, der den bisherigen Opel Omega als Einsatzleitwagen (ELW) für den jeweiligen Zuführer ersetzt.

Am 19. September 1999 war mal wieder ein besonderer Tag in der Geschichte. Die Feuer-und Rettungswache Bergedorf veranstaltete zum ersten Mal ihren „Tag der offenen Tür“ gemeinsam mit der Polizei­revierwache Bergedorf.