Geschichte der FuRW / 1919 - 1991

Währende des Krieges 1939 - 1945 war die Feuerwache von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und Luftschutzpolizeikräften unter der Leitung von Wehrführer Holm besetzt. Am 15. Dezember 1943 wurde die Besatzung durch Kräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg unter Leitung von Oblt. Sierck verstärkt.

Am 1. Juni 1945 wurde die Feuerwache Bergedorf dann endgültig von der Berufsfeuerwehr Hamburg übernommen und bekam die Bezeichnung „Feuerwache 9“.

Am 15. Februar 1946 wurde der Krankentransport Sektion Bergedorf der Gesundheitsbehörde Hamburg mit zwei Krankentransportwagen in den Räumen der Feuerwache 9 untergebracht. Das Personal der Wachbe­satzungen wurde dementsprechend verstärkt.

Von nun an beginnt die sogenannte Neuzeit der Feuerwache Bergedorf an der Chrysanderstrasse 2 D.

Lange Zeit war es ruhig um die Feuerwache Bergedorf. Die Männer der Wachbesatzungen verrichteten ihren schweren Dienst. Da jedoch die Aufgaben und Einsatzzahlen ständig anstiegen, mussten auch mehr Kollegen untergebracht werden. Aus diesem Grunde wurde das Wachgebäude 1961 so umgebaut, daß Platz für neue Kollegen sowie Unterrichtsräume geschaffen wurde. Wohnungen wurden geräumt, damit auch Platz für Schlafräume vorhanden war, denn die jeweilige Wachabteilung mußte sich 24 Stunden an der Wache bereithalten.

 Am 8. Mai 1963 waren die Umbauarbeiten des Vorderhauses soweit abgeschlossen, dass die Kollegen aus dem Hintergebäude ins Haupthaus umziehen konnten. Da sich die Ruhe- und Aufenthaltsräume jetzt direkt über der Fahrzeughalle und dem Fernmelderaum befanden, konnten die Männer in Sekundenschnelle ausrücken.Nach Abschluss aller Arbeiten konnten sich die Bergedorfer Behördenvertreter von der Schlagkraft und der guten Ausrüstung ihrer Bergedorfer Feuerwehr überzeugen.

Am 6. Februar 1967 bekamen wir den ersten Rettungswagen der neuen Generation, ein sogenannter Eintragenwagen vom Typ DB 200 in roter Farbe mit Blaulicht und Martinshorn an der Feuerwache Bergedorf in Dienst gestellt.

 

Um diese Zeit wurde die Dienstzeit von zwei auf drei Dienstschichten geändert und die Dienstzeit auch an der Feuerwache Bergedorf (die inzwischen die interne Bezeichnung - F 61 - trägt) von 78 auf 56 Wochenstunden gesenkt. Die Wachstärke betrug somit 52 Kollegen incl. Wachführer und Wachtelegrafisten.

Am 6.3.1968 war in der Bergedorfer Zeitung zu lesen, dass die Feuerwache an der Chrysanderstrasse langsam zu klein wird und die Behörde für den Bau einer neuen Feuerwache bereits das Grundstück zwischen der Bergedorfer Straße und der Stuhlrohrstrasse (heute VW-Wiegmann) reserviert hat. Allerdings war man sich schon damals einig, dass vor Fertigstellung wohl noch 10 Jahre vergehen würden.

Mit Wirkung vom 15. Juli 1968 wurden die beiden bisher noch in Bergedorf stationierten Krankenwagen aus Bergedorf abgezogen und zur Krankentransportzentrale Millerntor verlegt. In Bergedorf waren ab jetzt nur noch 2 Rettungswagen (damals hießen sie noch Unfallwagen) im Einsatz. Die Besatzung wurde von 52 auf 60 Mann erhöht.

Am 10. Juli 1969 wurde ein zusätzlicher Rettungswagen (VW-Transporter, neue Ausführung) in Dienst gestellt, so dass nun ständig zwei Rettungswagen in Bergedorf präsent waren.  

Am 3. April 1970 wurde in Bergedorf ein neuer Rettungswagen in Dienst gestellt. Es handelte sich um einen DB 220 in neuer Ausführung mit größerem Aufbau und der Möglichkeit, die Trage in verschiedene Lagen zu verstellen. Dadurch wurde die Betreuung der Patienten wesentlich verbessert.

Im Juni 1970 beging die Feuerwache Bergedorf ihr 25jähriges Dienstjubiläum.

Am 22. April 1975 wird in Bergedorf ein neuer Rüstwagen I, ein Mercedes Unimog mit 125 PS und Allradantrieb, in Dienst genommen. Dieses Einsatzfahrzeug ist speziell für Hilfeleistungen mit einer Seilwinde, Hebegeräten, Kompressoren, Bohrmaschine, Trennschleifer usw. ausgerüstet. Nur fliegen kann das Fahrzeug noch nicht.

Am 04. Juni 1981 um 19.17 Uhr Erfolgte die Indienststellung einer neuen Drehleiter, einer DLK 23-12 von METZ. Die damaligen Beschaffungs­kosten beliefen sich auf DM 550.000,00.

Hohen Besuch erhielt die Feuerwache am 12. September 1981 von Innensenator Alfons Pawelczyk, der an diesem Tag den Bezirk Bergedorf bereiste, um sich die Sorgen der Freiwilligen Feuerwehren und natürlich auch der Kollegen der Feuerwache Bergedorf anzuhören. Hier wurde bereits die Enge des Wachgebäudes bemängelt und dass für alle Kollegen nur 2 Duschen zur Verfügung stünden. Der Innensenator stellte für 1984 oder 1985 den Neubau einer Feuerwache am Sander Damm in Aussicht.

Im Mai 1983 war es dann mal wieder Zeit für Fahrzeugerneuerung. Es wurden zwei neue Rettungswagen in Dienst gestellt. Diese Fahrzeuge haben jetzt volle Stehhöhe und verstellbare Tragentische, so dass die Retter den Patienten von allen Seiten behandeln können. Ein dritter RTW dieses Typs kam im Juli 1983.

Anfang 1987 wurden der Feuerwache zwei neue Fahrzeuge beschert, im Januar einen Rüstwagen I der neuen Generation und im März ein TLF 16.

In der Ausgabe der Bergedorfer Zeitung vom 16. August 1990 verkünden der Pressesprecher der Feuerwehr Brandamtsrat Herbert Martens und der Wachführer der Feuerwache Bergedorf Brandamtsrat Egon Pritzkow den Bergedorfer Bürgern, dass die Personalstärke der Bergedorfer Feuerwache zum Jahresende um 10% aufgestockt und so die Sicherheit der Bergedorfer erhöht werden soll. Da die jetzige Feuerwache allerdings bereits aus den Nähten platzt und außerdem sehr verkehrsungünstig liegt, ist ebenfalls bereits zum Ende des Jahres der Einzug in den Neubau am Sander Damm 2 geplant. Von hier aus ist dann jeder Einsatzort des Einsatzgebietes außer den Vier-und Marschlanden in 3 bis 5 Minuten erreichbar. Der angekündigte Umzugstermin konnte zwar nicht ganz eingehalten werden, jedoch am 2. April 1991 ist es endlich soweit, die Feuerwehr zieht um.

Von nun an beginnt die Gegenwart für die heutige „Feuer-und Rettungswache Bergedorf“.

Am 4. Januar 1980 wird in den Bergedorfer Nachrichten des Hamburger Abendblattes berichtet, daß die Feuerwehr und die Polizei in Bergedorf umziehen soll, da die Dienstgebäude zu klein werden und außerdem verkehrstechnisch sehr ungünstig liegen. Als Grundstück für das gemeinsame Dienstgebäude ist die sogenannte „Krohn´sche Insel“ hinter dem Lohbrügger Ausgang des Bergedorfer Bahnhofs geplant, das sei dem Abriss der Holzhandlung Krohn als Parkplatz genutzt wird. Nach Angaben der Planer sollen beide Projekte bis 1985 verwirklicht werden. Am 3. Dezember 1982 liegen die Pläne für den Bau der geplanten Großraumwache vor, gleichzeitig wird aber auch festgestellt, dass vor 1984 kein Geld für die Verwirklichung der Pläne bereitgestellt werden kann.

Nach einer Pressemitteilung im August 1983 lagen die fertigen Pläne für das neue Sicherheitszentrum zwar im Bergedorfer Rathaus vor, wurden aber wegen Geldmangel erst einmal wieder auf Eis gelegt. Am 18. April 1984 schreibt die Bergedorfer Zeitung, dass der Hamburger Senat dem Neubau zwar endgültig zugestimmt hat, mit dem Baubeginn aber nicht vor 1986 zu rechnen ist. Zwei Jahre später, am 11. April 1986 schreibt die Bergedorfer Zeitung, dass die Grundsteinlegung für die kombinierte Polizei-und Feuerwache noch in diesem Jahr erfolgen soll. Im Dezember 1986 verfügt jedoch die Bergedorfer Bezirksversammlung einen totalen Baustopp. Es soll keine „Riesenwache“ mehr geben, nur die Feuerwache soll auf dem ausgewiesenen Gelände gebaut werden, aber bereits am 4. Februar 1987 liest man wieder von einem gemeinsamen Bau. Nach diversen Debatten der Politiker setzt sich der Hamburger Senat gegen die Bergedorfer Bezirksversammlung durch, so dass im Mai 1988 mit dem Neubau der Feuerwache begonnen wird. Bereits am 29. Juni 1988 erfolgt die offizielle Grundsteinlegung durch Innensenator Werner Hackmann und Bezirksamtsleiterin Christine Steinert.

Die Handwerker waren emsig am werkeln und aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen gingen die Bauarbeiten auch in den Wintermonaten weiter. Erste Fortschritte waren bereits mi Februar 1989 zu erkennen.

Am 8. Juli 1989 fand bereits das Richtfest mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren statt.

Am 8. Juli 1989 fand bereits das Richtfest mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren statt.

Die Presse berichtet am 10. Januar 1990, dass die Fertigstellung des neuen Dienstgebäudes nach Aussage der Bezirksamtsleiterin Christine Steinert trotz einiger technischer Verzögerungen termingerecht fertig wird und die Feuerwehr ihre Räume zum Ende des Jahres 1990 beziehen kann. Die Bilder im Mai 1990 bekräftigen diese Aussage. Im November 1990 ist zu lesen, dass der Neubau der Feuerwache zwar zügig voran geht, der geplante Umzugstermin zum Ende dieses Jahres wohl nicht gehalten werden kann. Als neuer Termin wird der 20. Januar 1991 genannt, aber auch hier gibt es keine endgültige Sicherheit. Aus Januar wird Februar, aber im März kann man die letzten Abschlussarbeiten beobachten.